Lebenslauf

Am 05.03.1987 in Uelzen geboren, besuchte ich dort nach dem Kindergarten zunächst die Grundschule im Sternviertel. Auf den letzten Jahrgang in der sogenannten Orientierungsstufe folgte dann meine Verwurzelung in der Kirchengemeinde sowie meine Zeit am Lessing-Gymnasium Uelzen, in der meine musikalischen Grundsteine gelegt wurden.

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Kirchenfreizeit 2006
Kirchenfreizeit 2006

Zum einen gründete ich nach meiner Konfirmation im Jahr 2000 in der St. Johannis Kirchengemeinde eine Jugendband, die unter meiner Leitung noch bis heute verschiedene Gottesdienste begleitet – wenn auch mittlerweile in anderer Besetzung, seltener und vor allem: weniger jugendlich. So spielten wir bei besonderen Festgottesdiensten, Gemeindefesten und nahmen im Rahmen der Projekte „Kugelkreuz“ und „Kugelherz“ der Jugendarbeit Hittfeld im Tonstudio eigene Songs auf, die für die Jugendarbeit bestimmt waren. Ich selbst trainierte in der Band mein Klavierspiel wie auch meine stimmlichen Fähigkeiten und konnte neben der Leitung der Band auch meine Arrangierkünste verbessern. Noch heute spielen wir – zumindest verlässlich zu Ostern und Weihnachten – die damals angepassten Stücke und Stimmen.

Jugendband St. Johannis (2009)

Orgelklang weicht frischem Sound von Klavier und Gesang (Felix Sven Barrenschee), Gitarre (Tobias Moock), Saxophon und Cajon (Christoph Fischer) sowie Cello (Tabea Radtke).


Außerdem entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit dem Kinderchor der Gemeinde unter der Leitung von Maria Schulenburg. Im Jahr 2011 schrieb ich den Kindern sogar ein eigenes Singspiel mit dem Titel "Gott schuf die Welt aus voller Freude". Den Chor begleite ich noch immer, wenn er an Weihnachten in meiner Heimat das Krippenspiel aufführt.

Andererseits entwickelte sich auf dem schweren Weg zum Abitur auch meine Liebe für das Singen. Der mit einem absoluten Gehör ausgestattete Amerikaner Dan Walker kam 2005 an meine Schule und gründete eine a capella boygroup, der ich mich anschloss. Für die von Mädchen heiß begehrte Gruppe arrangierte ich u.a. „Basket Case“ oder auch „Deine Schuld“ und sang Solos auf Konzerten oder den erinnerungswürdigen Ständchen in Deutschlands Fußgängerzonen. Zusätzlich sang ich auch im Schulchor, wo ich in der Hauptrolle des Aladdin (s. Foto) zwischen Chormitgliedern, Statisten und Schulorchesterklang tolle Bühnenerfahrungen beim großen Schulmusical sammeln durfte.

Ebenfalls während der Schulzeit erwuchs in mir die noch heute bestehende enge Bindung zum Klavierspiel. Meine Mutter las in der Zeitung von einem Keyboard-Schnuppertag der Musikschule. Ich (14) nahm das Angebot wahr und lernte zunächst in einer Gruppe von drei Kindern zu 45 Minuten – also effektiv nur 15 Minuten Betreuung – das Keyboardspiel. Da ich schnell Fortschritte verzeichnen konnte, erhielt ich fortan Einzelunterricht am Klavier bei Erika Iwanow, welche mein technisches Spiel beobachtete, meine ersten kompositorischen Schritte begleitete und meinen schon damals erkennbaren Hang zu minimalistischen Klavierkompositionen so manches Mal ertrug. Nicht zuletzt hielt sie meine Motivation und Liebe zum Instrument hoch, auch wenn ich zwischenzeitlich diverse Monate nicht wirklich übte. Ihr gebührt ein großes Dank, schließlich bereitete sie mir den Weg, den ich ging.

In der Hauptrolle als Aladdin im Schulmusical des Lessing-Gymnasiums Uelzen (2006)
In der Hauptrolle als Aladdin im Schulmusical des Lessing-Gymnasiums Uelzen (2006)

Nach dem abgeschlossenen Abitur, einem Zivildienst in der Seniorenbetreuung und der Ausbildung zum Sozialassistenten erfolgte dann am 18.09.2010 unter Gedicht und Tränen die Loslösung von meiner Klavierlehrerin beim Konzert der Jugendband, zu meiner Verabschiedung aus Uelzen sowie meinem Neustart in Oldenburg.

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Oh, du schöne Studienzeit, Oldenburg mach dich bereit!

Seit mehr als 20 Jahren im Tischtennisverein; derzeit bei  Schwarz-Weiß Oldenburg, Verbandsliga
Seit mehr als 20 Jahren im Tischtennisverein; derzeit bei Schwarz-Weiß Oldenburg, Verbandsliga

Auf Rat eines schon in Oldenburg studierenden Freundes bewarb ich mich zur Musik-Aufnahmeprüfung. Meine musikalische Darbietung war mäßig: Die Telemann-Fuge ging daneben und mein Gesang wäre laut Jury technisch nicht sehr sauber. Den Test in Musiktheorie absolvierte ich hingegen herausragend. Mein großer Pluspunkt für ein Lehramtstudium - Ich konnte diverse pädagogische Erfahrungen vorweisen: Tischtennis-Kreisjugendwart, Abteilungsleitung der Tischtennis-Jugend im Sportverein PSV Uelzen, Zivildienst in der Seniorenbetreuung, Arbeit in Kindergarten und Jugendzentrum während meiner Ausbildung zum "staatlich geprüften Sozialassistenten", gelegentliche Blindenbetreuung im privaten Bereich wie auch Jugendleitung in der Kirchengemeinde. Die Zusage zum Studium und das Jury-Fazit "Musikalisch...naja, aber du bist 'n netter Typ!" besiegelten meine neue Zukunft in Oldenburg. Ich spürte die Chance, den Wink Gottes und brach sodann den zweiten Teil der Erzieherausbildung vorzeitig ab, um zu studieren.


Das im Oktober 2010 beginnende Studium in Musik und Theologie kombinierte meine bisherigen Interessen und Arbeitsfelder optimal. Zudem boten sich über die theoretischen und praktischen Musikseminare hinaus zusätzliche Möglichkeiten, um meine Fähigkeiten und mein Wissen zu erweitern. So lernte ich beispielsweise Anselm Hackenberg kennen, mit dem ich gemeinsam unter dem Projekt "Grüne Katze" der Leidenschaft des Komponierens folgte und mit dem ich weiterhin an einem Klavierbuch zu 4 Händen arbeite. Ich trat außerdem zeitweise dem Kirchenchor in St. Stephanus bei und schloss mich bis zum Studienabschluss dem Hochschulchor an, für den ich diverse Stücke schrieb - unter anderem das Titelwerk "Stufen" zum 25-jährigen Jubiläum des Chores. Ebenso verfasste ich Werke für Bigband-Ensemble ("Sailor's swing") , wie auch viele kleine Stücke im Rahmen verschiedenster Seminare (z.B. "Mystischer Stuhl", "Rhythm of the dancing shadow"). Die Studienzeit ist gekennzeichnet von stilistisch vielseitigen Kompositionserfahrungen, vielen kleinen Konzertbeiträgen, größeren Kompositionen für Wettbewerbe ("Frozen Echoes", "Flow of life") und auch gezielten Auftragswerken, zugeschnitten auf spezielle musikalische Programme (Grünkohl-Kantate-Opening "Allegro verde").

Unterrichtsbesuch an Fasching (2017)
Unterrichtsbesuch an Fasching (2017)

Daneben sammelte ich auch während des Studiums besondere Qualifikationen für meinen späteren Berufsweg. Einerseits schloss ich 2013 die umfangreiche Ausbildung zum nebenberuflichen Chorleiter (C-Schein) mit der Note "sehr gut" ab, welche meine Unterrichtsfächer Musik und ev. Religion durch liturgische, kirchen- und musikgeschichtliche Inhalte, Musiktheorie sowie Chorleitung und Gesangstraining perfekt miteinander verbindet. Andererseits bereitete mich meine Arbeit als Tutor (2013/14) im Fach Musikvermittlung gezielt auf die Arbeit an der Schule vor - exemplarisch durchgeführt mit noch neuen Studenten: Welche Unterrichtsinhalte sind relevant? Welche Methoden nutze ich, um Musik wirksam zu vermitteln? Was muss ich in der Praxis mit Schülern beachten?

Es darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch meine Abschlussarbeiten meinem musikalischen Spürsinn entsprangen. So erarbeitete und erprobte ich im Rahmen meiner Jugendleitertätigkeit auf einer Blindenfreizeit Inhalte für meine Bachelorarbeit "Musik fühlen - Improvisations- und Kompositionsmodelle für blinde und sehbehinderte Menschen." Und die von meinem Erstgutachter als "zu umfangreich" kommentierte - von mir als "notwendig detaillreich" erwiderte - Masterarbeit nimmt den Erfolgsfilm "Avatar - Aufbruch nach Pandora" unter die Lupe: Welche religiösen und musikalischen Motive tauchen im Film auf? Die mehr als 110 Seiten lange Ausführung entwirft schließlich ein Konzept, mit dem im Musik- und Religionsunterricht parallel und fächerübergreifend mit dem Film gearbeitet werden kann.

 

Das Studium ist vorbei, "Musik, Feuer frei!"

Als Sensenmann am Filmset  für den Film "Fehlerlos"  (2016)
Als Sensenmann am Filmset für den Film "Fehlerlos" (2016)

In den Sommerferien vor dem nahenden Referendariat durfte ich Teil eines großen Filmprojekts werden. Moderator, Reporter und angehender Hobbyregisseur Manfred Scholz suchte über das schwarze Brett der Uni einen Komponisten für die Filmmusik seines zum Lutherjubiläum entstehenden Films "Fehlerlos". Ein Theologie studierender Komponist? Die Besetzung war ideal für mich!

Ich war nicht nur zu Inspirationszwecken am Set, sondern spielte in der Rolle als singender Sensenmann sogar selbst im Film mit und lernte dabei viel über sämtliche im Hintergrund ablaufenden Planungen und Entscheidungen. Der Film konnte in einer vorläufigen Premiere im Casablanca-Kino Oldenburg (2016) vom Team und Sponsoren bei Popcorn und Kaltgetränk angesehen werden.

 

Inmitten des Referendariats (ab Sommer 2016) an der Oberschule Osternburg war wenig an das Komponieren außerhalb des "Fehlerlos"-Films zu denken. Nun stand vor allem das Musizieren mit Schülern der Klassen 5-10 im Vordergrund meiner musikalischen Arbeit.

Und genau dieses führe ich jetzt nach dem Ende des Referendariats (Febr. 2018) mit Freuden an meiner neuen Arbeitsstelle in Ahlhorn-Großenkneten fort, indem ich die Schüler der Graf-von-Zeppelin-Schule im Ensemblespiel und in Musiktheorie unterweise.


To(o)gether-Spielfim-Logo
To(o)gether-Spielfim-Logo

Doch bereits im Oktober 2018 sollte es mit Filmmusik weitergehen. So schloss ich mich dem Team um Jungregisseur Lars Reinhardt an, welcher das Drehbuch zum vorigen Filmprojekt "Fehlerlos" geschrieben hatte und jetzt mit dem neuen Spielfilm "To(o)gether" eine neue Geschichte erzählen wollte. So besorgte ich mir Fachliteratur, um mich im Bereich "Mixing im Homestudio" weiterzubilden, kaufte mir eine bessere Soundanlage sowie Soundbibliotheken für authentischere Soloinstrumentenklänge und cinematische Hintergrundgeräusche. Der Film mit meiner Musik soll 2020 fertig werden.

 

Außerdem ergab sich für mich die Möglichkeit in Oldenburg bei einer besonderen Gottesdienstreihe mitzuwirken. Ich durfte am 01.12.2019 die 5. CCC-Messe (Church-Concert-Candles) in St. Christophorus musikalisch beleben, wozu ich eine bunte Mischung eigener Klavierstücke und moderner Gemeindelieder auswählte.

 

Für das Jahr 2020 sind geplant: Wiederholte musikalische Gestaltung im Rahmen der CCC-Messen, sowie eine Weiterarbeit an noch immer offenen Projekten (Klavieralbum "Alles auf Anfang", 4-Hand-Klavierbuch "Die Tüftlerchroniken"). Aber vielleicht gibt es noch kleinere Stücke aus dem Bereich der Filmmusik oder andere neue Projekte? ....

... to be continued ...